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Welche Solitär-Spiele kannst du wirklich gewinnen? Die Chancen bei 10 Varianten

Ein verlorenes Solitär-Spiel bedeutet nicht immer, dass du schlecht gespielt hast, manchmal war die Runde schon unmöglich, bevor du die erste Karte berührt hast. Wenn du weißt, welche Spiele dir wie oft unlösbare Blätter geben, änderst du, wie du eine Verlustserie bewertest.

Lösbar ist nicht dasselbe wie gewonnen

In Diskussionen über Solitär-Chancen werden zwei sehr unterschiedliche Zahlen genannt, und wer sie durcheinanderbringt, stößt schnell auf widersprüchliche Aussagen.

Bei FreeCell liegen beide Zahlen fast gleichauf, weil nichts verdeckt ist. Bei Klondike klaffen sie weit auseinander.

Die Spiele, sortiert nach Gewinnbarkeit

SpielUngefähre GewinnbarkeitWas den Ausschlag gibt
FreeCellSehr hoch, fast alle Runden lösbarIm Grunde nur deine Planung
Spider (1 Farbe)HochOrdnung vor jedem Austeilen
GolfMittelZufall der Reihenfolge, mit echten Entscheidungen
Klondike (Ziehen 1)MittelGrabreihenfolge und Talon-Management
TriPeaksMittelWelchen Gipfel du zuerst öffnest
YukonMittelGruppenzüge und leere Spalten
Klondike (Ziehen 3)NiedrigerTiming des Talon-Zyklus
Spider (2 Farben)NiedrigerVermeiden von Knoten mit gemischten Farben
CanfieldNiedrig, war als Casino-Spiel konzipiertVor allem die Reserve
Russisches SolitärNiedrigFarbreines Bauen ist unnachgiebig
Spider (4 Farben)NiedrigAlles auf einmal
Vierzig DiebeNiedrigEinzelkartenzüge, kein Neuaustellen
PyramidSehr niedrigPaarungssperren, größtenteils außerhalb deiner Kontrolle

Canfield verdient eine besondere Erwähnung: Es wurde ursprünglich als Casino-Spiel betrieben, bei dem du ein Deck kauftest und pro Karte auf dem Fundament bezahlt wurdest. Das Haus verdiente daran sehr gut. Wenn es sich gegen dich verschworen anfühlt, liegt das daran, dass es genau dafür entworfen wurde.

Warum Klondike so launisch ist

Klondike versteckt einundzwanzig seiner achtundzwanzig Tableau-Karten, und der Fehlerfall ist zirkulär: Die Karte, die du brauchst, liegt unter der Karte, die sie braucht. Kein Maß an Geschicklichkeit löst diesen Knoten, weil der nötige Zug schlicht nicht existiert.

Deshalb wirkt Klondike so launisch, wie FreeCell es nie tut. Zwei Spieler mit sehr unterschiedlichem Können treffen beide etwa gleich oft auf unlösbare Runden, der bessere Spieler holt lediglich aus mehr der Runden einen Sieg heraus, die tatsächlich gewinnbar waren.

Ein hilfreicher Perspektivwechsel

Verlierst du drei Klondike-Runden hintereinander, ist das völlig normal und sagt nichts über dein Spiel aus. Verlierst du drei FreeCell-Runden hintereinander, lohnt sich ein Blick zurück, denn diese waren wahrscheinlich alle gewinnbar.

Ein Wort zu den Zahlen

Behandle jede Solitär-Gewinnrate, die du liest, hier wie überall sonst, mit einer gewissen Vorsicht. Veröffentlichte Prozentwerte schwanken stark, weil sie von Details abhängen, die oft unerwähnt bleiben:

Deshalb gibt die Tabelle oben Bereiche und relative Rangfolgen statt Nachkommastellen an. Die Reihenfolge ist gut belegt und nützlich, die genauen Prozentwerte sind deutlich wackliger, als sie meist aussehen.

Häufig gestellte Fragen

Wie viel Prozent der Klondike-Runden sind gewinnbar?

Schätzungen aus Computersuchen legen nahe, dass etwa 80 bis 90 % der Klondike-Runden theoretisch lösbar sind, wenn du jede verdeckte Karte sehen könntest. Echte Spieler sehen deutlich weniger und gewinnen entsprechend seltener, besonders bei Ziehen 3, wo bei jedem Durchgang ein großer Teil des Talons unerreichbar bleibt.

Welches Solitär-Spiel hat die besten Chancen?

FreeCell, mit deutlichem Abstand. Alle Karten liegen von Anfang an offen, und die überwältigende Mehrheit der Runden ist lösbar, deine Gewinnrate hängt also vor allem von deiner eigenen Planung ab.

Welches Solitär-Spiel ist am schwersten zu gewinnen?

Unter den gängigen Varianten sind Pyramid und vierfarbiges Spider am härtesten. Besonders Pyramid sperrt Karten hinter Paarungsanforderungen, die sich oft überhaupt nicht erfüllen lassen.

Zählt ein Sieg mit Rückgängig auch als gewonnen?

Das ist Geschmackssache. Die meisten Spieler betrachten einen Sieg ohne Rückgängig als die eigentliche Messlatte und nutzen Rückgängig zum Ausprobieren oder Lernen.